Ravensburger Modellschule: Die Stadtverwaltung informiert
Der Gemeinderat hat die Verwaltung am 18.07.2011 beauftragt, beim Kultusministerium Baden-Württemberg einen Antrag auf Genehmigung einer Modellschule zu stellen. Auf dieser Seite finden Sie eine Chronologie zum bisherigen Entscheidungsprozess sowie den aktuellen Informationsstand zur Modellschule.
Das pädagogische Konzept der neuen Modellschule
Das pädagogische Konzept für die Ravensburger Modellschule wurde durch eine Arbeitsgruppe erstellt, welcher Pädagogen der städtischen Schulen angehören. In der pädagogischen Arbeitsgruppe waren alle Schularten des allgemeinbildenden Bereichs repräsentiert. In der folgenden Aufzählung werden einige Eckpunkte des Konzepts genannt:
| Stufen |
Jahrgangsstufen | Schüler |
| Stufe 1: | Jahrgangsstufen 1 – 3 | 75 Schüler* |
| Stufe 2: | Jahrgangsstufen 4 – 6 | 75 Schüler* |
| Stufe 3: | Jahrgangsstufen 7 + 8 | 50 Schüler** |
| Stufe 4: | Jahrgangsstufen 9 + 10 | 50 Schüler** |
| Gesamt: | 10 Klassen | 250 Schüler |
| Beschluss des Gemeinderats vom 2.11.2009 - DS 2009/455 (s. Ergebnisprotokoll zu TOP 7 Werkrealschule) Mit Beschluss des Gemeinderates vom 2.11.2009 wird die Verwaltung beauftragt, ein Modellprojekt für einen Schulversuch "Länger gemeinsam lernen" in Ravensburg auszuarbeiten. |
| Exkursionen des Schulbeirats 2010 Das Amt für Schule, Jugend, Sport organisiert für die Mitglieder des Schulbeirats Besichtigungen von Modellschulen: 12.2.2010: Geschwister-Scholl-Schule, Tübingen 12.2.2010: Französische Schule, Tübingen 19.2.2010: Sekundarschule Bürglen, Bürglen/CH 02.3.2011: Montessori-Schule, Starnberg |
| Workshop des Schulbeirats 2010 Ein Workshop des Schulbeirats findet statt: 24.4.2010: Workshop Schulbeirat, Kuppelnauschule Impulsreferat durch Frau Dr. Magret Ruep (damals Leiterin der Pädagogischen Hochschule Weingarten). |
| Beschluss des Gemeinderats vom 17.05.2010 - DS 2010/199/1 Das Amt für Schule, Jugend, Sport wird beauftragt, die Rahmenbedingungen für eine Modellschule "Gemeinsam lernen", die die vorschulische Bildung mit einschließt und in der der mittlere Schulabschluss formaler Abschluss ist, zu klären. Zur Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen und zur Vorbereitung der Beratungen im Schulbeirat soll unter Federführung des Amtes für Schule, Jugend, Sport eine Steuergruppe (StGr) eingerichtet werden. Neben der Steuergruppe soll unter Federführung von Herrn Bosch und Herrn Dieng eine schulartübergreifende Pädagogische Arbeitsgruppe (PAG) eingerichtet werden, die mit der Erarbeitung des pädagogischen Konzepts betraut ist. Sowohl die StGr als auch die PAG sollen ihre Arbeit sofort aufnehmen und erste Konzepte spätestens im Frühjahr 2011 präsentieren. |
| Beschluss des Schulausschuss vom 27.10.2010 - DS 2010/358 Die Steuergruppe hat sich zwischenzeitlich konstituiert. Für die Pädagogische Arbeitsgruppe werden noch Vertreter der Gymnasien und der Realschule gesucht. Bis Ende Januar 2011 soll ein erster Entwurf für einen Antrag beim Kultusministerium Baden-Württemberg vorliegen. Der Gemeinderat nimmt den Projektstand zur Kenntnis. |
| Sitzung Steuergruppe und Fraktionen am 24.2.2011 Eine gemeinsame Sitzung der StGr mit den Fraktionen findet am 24.2.11 statt. Ziel der Sitzung ist es, Vorschläge bezüglich eines Standorts für die neue Modellschule zu generieren. |
| Vorstellung des Pädagogischen Konzepts durch die PAG Das Pädagogische Konzept wird Oberbürgermeister Dr. Rapp am 28.3.2011 durch die Pädagogische Arbeitsgruppe überreicht. Die Vorstellung des Pädagogischen Konzepts erfolgt: 12.4.2011: Schulleiterkonferenz 12.4.2011: Gesamtelternbeirat 03.5.2011: Schulbeirat 18.5.2011: Schulausschuss 30.5.2011: Gemeinderat |
| Beschluss des Gemeinderats vom 30.5.2011 - DS 2011/169 Der Gemeinderat beschließt das durch die Pädagogische Arbeitsgruppe vorgelegte Konzept als Leitfaden für die weiteren Beratungen zur Kenntnis zu nehmen. Im nächsten Schritt soll ein Antrag an das Kultusministerium formuliert werden. Hierfür muss v.a. ein zukünftiger Schulstandort benannt werden. Das Amt für Schule, Jugend, Sport erhält daher den Auftrag, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Architektur und Gebäudemanagement die räumlichen Voraussetzungen der vorhandenen Schulgebäude für eine mögliche Umsetzung zu prüfen. Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Steuerungsgruppe (StGr) einen Vorschlag für die Umsetzung des Konzepts zu erarbeiten und den Gremien zur weiteren Beratung vorzulegen. |
| Beschluss des Gemeinderats vom 18.7.2011 - DS 2011/269 In Abstimmung mit der Steuerungsgruppe und dem Amt für Architektur und Gebäudemanagement hat das Amt für Schule, Jugend, Sport Berechnungskriterien für den Raumbedarf der Modellschule erarbeitet. Anhand des berechneten Flächenbedarfs wird eine Eignung der bestehenden Schulgebäude für die Einrichtung der Modellschule geprüft. Die Grundschulstandorte erweisen sich bei näherer Prüfung als zu klein, was deren Gesamtfläche betrifft. Die Gymnasien und die Realschule haben zwar ausreichende Flächen, scheiden aber aus der Betrachtung trotzdem wieder aus, da realistisch nicht darstellbar ist, wo die bisher dort untergebrachten Schüler alternativ untergebracht werden können. Aus Sicht der Verwaltung und der Steuergruppe kommen daher lediglich die Gebäude der Neuwiesenschule oder der Kuppelnauschule als Standort für die Modellschule in Betracht. Konsequenzen aus der Standortentscheidung: Da die Modellschule in einem bestehenden Schulgebäude untergebracht werden soll, wäre/n die bisher in diesem Schulgebäude untergebrachte/n Schule/n zu schließen. Dies müsste jedoch nicht zwangsläufig ein plötzliches "Aus" für den/ die betroffene/n Schule/n bedeuten. Da die Modellschule zunächst aufgebaut werden muss, wäre ein "Herauswachsen" der noch bestehenden Klassen möglich. Da die Modellschule aber einen hohen Raumbedarf hat, wäre eine dauerhafte parallele Existenz der "alten" Schule/n und der Modellschule am gleichen Standort jedoch auszuschließen. Weitere Konsequenzen im Bereich Grundschule: Eine Grundschule würde durch die Modellschule ersetzt, welche jedoch nicht in gleich hohem Maße Schüler aufnimmt. Die Modellschule wird im Eingangsbereich (Klasse 1) pro Schuljahr nur 25 Schüler (diese jedoch aus dem gesamten Stadtgebiet) aufnehmen und strebt eine Durchmischung an. Dies bedeutet in der Konsequenz, dass neue Grundschüler aus dem unmittelbaren Schulbezirk "Kuppelnau" oder "Neuwiesen" ab dem Start der Modellschule auf Grundschulen anderer Schulbezirke verwiesen werden müssten. Es wird darauf hingearbeitet, dass die jetzigen Grundschüler der Grundschule Neuwiesen bzw. Kuppelnau (einschließlich Einschulung zum Schuljahr 2011/12) die Grundschule an diesem Standort beenden können. Der Gemeinderat fasst folgenden Beschluss: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, noch vor der Sommerpause beim Kultusministerium einen Antrag auf Genehmigung zur Einrichtung einer Modellschule – Gemeinsam lernen – auf der Basis des am 30.5.2011 als Leitlinie beschlossenen Pädagogischen Konzepts zu stellen. 2. Die Ravensburger Modellschule – Gemeinsam lernen wird entweder am Standort Kuppelnauschule oder am Standort Neuwiesenschule eingerichtet. Eine Standortentscheidung erfolgt zeitnah. 3. Die Einrichtung der Modellschule steht hierbei unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Gemeinderats zu den Gesamtkosten (Investitionen und laufender Betrieb), welche durch die Verwaltung noch dargestellt werden müssen. Eine angemessene Unterstützung des Landes wird erwartet. |
| Nächste Verfahrensschritte Noch vor der Sommerpause wird ein Antrag beim Kultusministerium auf Genehmigung der Modellschule gestellt. Die Verwaltung stellt eine Anfrage beim Kultusministerium bezüglich der Beteiligung des Landes an den Kosten der Modellschule. Konkrete Aussagen zu 1) dem Zeitpunkt der Eröffnung 2) dem definitiven Standort 3) der Anzahl der Schüler zum Start 4) den Aufnahmekriterien der Modellschule können zur Zeit noch nicht getroffen werden. Die Informationsseite wird aktualisiert, sobald weitere Entscheidungen getroffen wurden. Der Gemeinderat wird im Herbst wieder über den aktuellen Sachstand informiert. |