Große Herausforderungen bringt das seit 2006 laufende Sanierungsgebiet „Östliche Vorstadt“, das in das SE Bund-/Länderprogramm aufgenommen wurde. Die östliche Vorstadt ist in ihrer Lage als untrennbare Einheit mit der ummauerten Altstadt zu betrachten.
Als langgestreckter, lockerer Gebäudeverband entlang des Mühlkanals ist die östliche Vorstadt hinsichtlich der städtebaulichen Struktur als historische Siedlungseinheit der Altstadt gegenüber gleichrangig einzustufen. Das Gebiet ist heute durch Neubauten ergänzt und durch Veränderungen, insbesondere in der Wangener Straße, in Teilen stark beeinträchtigt. Die Veitsburg, der Flappachtobel und die großen beidseitigen Grünräume als bewaldete Hangkanten prägen diesen Stadtraum. Durch die starke Bautätigkeit zur Jahrhundertwende und in der Nachkriegszeit ist insgesamt ein hochinteressantes städtebauliches Konglomerat unterschiedlicher Zeitschichten entstanden.
Um das Gebiet aufzuwerten und in seiner prägenden Form zu erhalten, wurden im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen unter anderem folgende Oberziele formuliert:
Der Baublock 7 aus dem Gebiet „Oberstadt“ mit der dort noch zu realisierenden Wohnbebauung mit Bewohnertiefgarage und dem Kunstmuseum wurde 2009 übernommen. Mit der Sanierung des Veitsburg-Areals samt dortiger Jugendherberge steht ein weiteres Großprojekt von herausragender historischer und finanzieller Bedeutung an. Zahlreiche Einzelsanierungsmaßnahmen, wie beispielsweise der Umbau der Hammermühle Holbeinstraße 38 samt Umgebung oder der Umbau der Holbeinstraße mit teilweiser Öffnung des Triebwerkskanals, sind abzuwickeln.
Um diese großen und kostenintensiven Aufgaben bewältigen zu können, wird das Gebiet nach derzeitiger Fördersituation in Abstimmung mit dem Land möglicherweise auf mehrere gesonderte Sanierungsprogramme aufgeteilt werden müssen.
Laufzeit: 2006 bis 2014
Bewilligter Förderrahmen: 3,50 Mio. €
Beantragter Förderrahmen: 14 Mio. €
Förderfähige Einnahmen: 0,15 Mio. €
