Sehenswürdigkeiten
Schmalegger Tobel, Wasserfall, Fliehwälle, Königstanne
Wanderer, Jogger und Radfahrer kennen die reizvolle Umgebung von Schmalegg. Hier finden sie teilweise unberührte und wildromantische Natur. Bäche schlängeln sich durch Wald- und Tobelgebiete, Fliehwälle ragen plötzlich aus der Erde heraus. An steilen Abhängen und tiefen Schluchten vorbei führen idyllische Wege mit lauschigen Plätzen. Gerade die Wanderungen durch den Glastobel oder zum Schloßbüchel sind sehr reizvoll; dort kann man Orchideen bewundern
und auf einer Tafel nachlesen, dass dies Schmaleggs historischer Ursprung ist.
Eindrucksvoll sind auch Ausflüge zu dem acht Meter hohen Wasserfall und zur 200 Jahre alten Königstanne. Orkan Lothar hat der stolzen Tanne zwar die Spitze weggefegt, aber mit einer Höhe von 42 Metern gehört sie immer noch zu den größten weit und breit.
Schlossbüchel
Schmalegg gehört zu den früh besiedelten Gebieten in Oberschwaben. Erstmals erwähnt wurde der Siedlungsplatz im Mittelalter. Dass er damals bedeutend war, belegen zwei archäologisch wertvolle Kulturdenkmale: die Ringgenburg und die ehemalige Burg der Schenken von Schmalegg. Die nördlich des Ortes gelegene Ringgenburg mit ihren drei mächtigen Schutzwällen gehört zu den größten Ringburgen Süddeutschlands. Ob die geheimnisvolle Anlage keltischen oder frühmittelalterlichen (6./7. Jahrhundert) Ursprungs ist, muss noch erforscht werden.
Die Burg Schmalegg – urkundlich belegt seit dem 12. Jahrhundert – wurde 1647 während des 30-jährigen Krieges niedergebrannt. Die Ruinen der Anlage standen bis ins 19. Jahrhundert auf dem Schloßbüchel. Inzwischen erinnert nur noch eine Tafel an den Sitz des welfischen, später staufischen Ministerialiengeschlechts. Das Foto rechts zeigt den Ringgenburgwall.