deutsch english französisch italienisch spanisch
Stimmungsbild
Stimmungsbild

Arbeitskreis Eine Welt

In Ravensburg treffen sich seit 1998 Vertreter aus Schulen, kirchlichen und privaten Initiativen, um sich gemeinsam für Projekte in der Entwicklungspolitik einzusetzen. Diese Gruppen sind in der Agenda „Eine Welt“ vernetzt. Zu einem jährlich wechselnden Aktionsthema werden gemeinsam Ausstellungen, Vorträge, Aktionstage, Wettbewerbe, Lernrallyes… organisiert und durchgeführt. Ein besonderes Anliegen der Gruppe ist die nachhaltige Bewusstseinsbildung für Eine-Welt-Themen bei Kindern und Jugendlichen. In den vergangenen Jahren standen unter anderem die Themen Kinderprostitution, Aids, Klima, Fairer Handel, Straßenkinder und Flucht im Mittelpunkt. Durch den direkten Kontakt der Eine-Welt-Gruppen mit Lehrern und Schülern im Unterricht und bei außerunterrichtlichen Angeboten werden sie zu eigenen Projekten in ihren Schulen angeregt. Ferner entstehen gemeinsame Initiativen in der Stadt, z. B. 2008 eine Demonstration von 2000 Schülern und Schülerinnen Ravensburger Schulen für die Kinderrechte in aller Welt.

Das Jahresthema 2012 hat den Titel: „Das Geschäft mit der ´Ware´ Mensch“.


Thema 2011: „Heimatlos – weltweit auf der Flucht“
Das Jahresprogramm 2011 "Heimatlos – weltweit auf der Flucht" wurde gefördert aus Mitteln der Glücksspirale des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.
  



Veranstaltungen

  • Vernissage "Überleben von Kindern", UNICEF-Fotoausstellung
    28.6.11, 17.30 Uhr, Kleiner Sitzungssaal, Rathaus
    Das Überleben von Kindern zu sichern ist eine der Hauptaufgaben von UNICEF:
    Rund die Hälfte der weltweiten Mittel investiert UNICEF für dieses Ziel. In den letzten Jahrzehnten sind wichtige Fortschritte gelungen, doch noch immer sterben jedes Jahr viele Kinder an vermeidbaren Krankheiten. Die Ausstellung zeigt die Ursachen für eine hohe Kindersterblichkeit und Lösungsansätze von UNICEF
    Fotos zur Ausstellung
    PR Burundi Überleben
    PR Überleben in Afrika
    UNICEF-Aktion "Das Überlebenspaket"
     
  • Samstag, 17.09.11 Aktionstag auf dem Marienplatz 10 - 14 Uhr - zur Bildergalerie
    Theater "Blut aus meinem Herzen" nach einer wahren Geschichte über die Flucht einer jungen Frau aus der demokratischen Republik Kongo nach Angola, Schulchor des Albert-Einstein-Gymnasiums, Breakdancer, Schuhputzaktion, Infos über die beteiligten entwicklungspolitischen Gruppen.


    Theaterstück „Blut aus meinem Herzen“
    Das Theaterstück „Blut aus meinem Herzen“ ist die Adaption einer wahren Geschichte. Es erzählt – beispielhaft für unzählig viele Fluchtgeschichten weltweit – von der dramatischen Flucht einer Frau aus der Demokratischen Republik Kongo nach Angola.

    Françoise wuchs in einer friedlichen Umgebung im Osten Zaires, der späteren Republik Kongo, auf. Ihre Kindheit war glücklich und unbeschwert. Doch nach dem großen Völkermord in Ruanda im Jahr 1994, bei dem fast eine Million Menschen ihr Leben verloren, strömten unzählige Flüchtlinge in das Land, wo Françoise lebte. Und als die kriegerischen Unruhen kein Ende fanden und auch die Flüchtlingslager erreichten, wurden Françoise und ihre Familie selbst zu Gejagten. Auf ihrer Flucht wurde ihre komplette Familie umgebracht, nur Françoise blieb am Leben. Später heiratete sie, verlor aber auch ihren Mann und ihre Kinder durch ein Massaker in ihrem Flüchtlingslager. Mit ihrem verbliebenen Baby versuchte sie – wie so viele – ihr Heil in der Hauptstadt Kinshasa, doch auch dort war sie nicht sicher. Mit ihrer letzten Notreserve bezahlte sie die Flucht nach Angola, wo sie jedoch ohne Geldmittel und ohne rechtliche Legitimation keine Aufnahme fand und mit ihrem Baby auf der Straße lebte. Erst nach vielen Jahren gelang es ihr, eine Aufenthaltserlaubnis und einen Lebensstand am Existenzminimum zu erreichen.

    Hermine Burger, bis 2010 Gemeindereferentin in Ravensburg, ist inzwischen als Missionarin in Afrika tätig und hat dort Françoise kennengelernt, ihre Geschichte erfahren und diese an den Agenda Arbeitskreis Eine Welt in Ravensburg weitergegeben. Bodo Klose hat daraus ein berührendes Theaterstück geschrieben und mit Kindern und Jugendlichen aus Ravensburg inszeniert. Die Rolle der Françoise spielt Isabelle Lucha, die Tochter des Landtagsabgeordneten Manne Lucha.

    In dem Theaterstück kommt auch die Originalstimme von Françoise vor, die darüber spricht, dass „Blut aus ihrem Herzen“ auf die afrikanische Erde tropft. Die Ursache dafür sieht sie vor allem in dem Handel mit Waffen, der solche Kriege wie die in der Demokratischen Republik Kongo erst möglich macht.

    Darsteller: Isabelle Lucha, Rebecca Amadi, Chidi Amadi, Elias Akbarzada, Safa Akbarzada, Nico Emig, Isiuwa-Grace Sahon und Esosa-Kiria Sahon.
    Mitarbeit: Farima und Wahid Akbarzada.
    Buch & Regie: Bodo Klose
  • Sonntag, 18.9.2011 um 11.30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in Heilig Kreuz
    Theater "Blut aus meinem Herzen"
    Chor "Lib Briscoe"
     
  • 28.9. – 20.10.2011 Ausstellung der Plakatentwürfe zum Jahresmotto "Heimatlos – weltweit auf der Flucht"
    Vernissage am Mittwoch, 28.9. um 19 Uhr in der Kreissparkasse Ravensburg, Marienplatz
    Die Entwürfe der Schülerinnen und Schlüler zum Plakat "Heimatlos – weltweit auf der Flucht" werden gezeigt.
    Einladung
     
  • Mittwoch, 12.10.11 Vortragsabend "Heimatlos – weltweit auf der Flucht" im Kornhaussaal
    Wahid Akbarzada schildert seine dreiwöchige Flucht 1986 mit zwei Kindern von Afghanistan über die Berge über Paktistan nach Deutschland. Anschließend stellt Wahid Akbarzada die Schulbauprojekte vor, die er mit dem Verein "Impuls Afghansistan" in Kundus verwirklicht.
    Dr. Maria Roth von der Uni Konstanz wird danach über ihre Arbeit mit Traumapatienten aus Afghanistan und anderen Fluchtländern berichten. Millionen von Menschen in den verschiedenen Erdteilen sind auf der Flucht vor Kriegen, werden gewaltsam vertrieben oder zu Opfern organisierter Gewalt. Ein großer Teil dieser Personen leidet unter psychischen Problemen und Erkrankungen als Folge von dem erlebten traumatischen Stress.
    In ihrem Vortrag skizziet Dr. Maria Roth, Diplompsychologin und Geschäftsführerin des Vereins vivo e. V., die psychischen Folgen von Flucht und diskutiert die Bedeutung für die Betroffenen selbst und das soziale Umfeld.

    "Vivo" setzt sich für die Bewältigung und Prävention der psychischen Folgen von traumatischem Stress ein. Vor allem durch Forschungsarbeiten versucht vivo in Krisengebieten, wie Sri Lanka, Uganda, oder Ruanda, die psychischen Folgen von traumatischen Erfahrungen zu verstehen und dieses Wissen durch Weiterbildung und direkte Projektarbeit in die Praxis zu übertragen. In Zusammenarbeit mit der Universität Konstanz wurde das Kompetenzzentrum Psychotraumatologie in Konstanz eingerichtet, welches Flüchtlingen eine psychotherapeutische Behandlung anbietet.
     
  • Freitag, 02.12.11 Helferfest im Gemeindesaal der Johanneskirche

Presse/Berichterstattung

Vom 4. - 8. Juli 2011 haben fast 400 Schüler die Ausstellung im Großraumtruck "Labyrinth Fluchtweg" erlebt. Wo führt unser Weg hin, gibt es Hoffnung auf Asyl, werden wir bleiben können oder müssen wir zurück? Diese und viele andere Fragen werden täglich gestellt: Von Menschen, die aus Angst vor Folter und Verfolgung in ihrem Land nur noch den Ausweg "Flucht" und Hoffnung auf Asyl in Deutschland sehen. Die Erlebnisausstellung "Labyrinth Fluchtweg" machte Station in Ravensburg und informierte und sensibilisierte zu diesem Thema.
Die Ausstellung im Großraumtruck "Labyrinth Fluchtweg" führte den Schülern vor Augen, wie es sich anfühlt, auf der Flucht zu sein - immer in der Angst, zurückgeschickt und weiterhin verfolgt zu sein.
SWR-Beitrag "Labyrinth Fluchtweg"

Erlebnisausstellung im Großraumtruck "Labyrinth Fluchtweg"
Schwäbische Zeitung vom 15.06.2011


Interview
Risiko: „Die Sicherheitslage ist bedenklich“
Der gebürtige Afghane Wahid Akbarzada schildert Reiseeindrücke aus seinem Heimatland:
Schwäbische Zeitung vom 18.07.2011

Themen der vergangenen Jahre:
2010 "Eine Welt - Ein Klima"
2009 Mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der Armen

2008 "Kinder wollen leben, Kinder brauchen Zukunft"
2007 "Fair handeln"
2006 "Kinder und AIDS"
2005 "Viele Kulturen – Eine Welt. Kulturelle Identität in Zeiten der Globalisierung"
2004 „Kinderprostitution und Kinderhandel“
2003 „Straßenkinder“
2002 „Aids“
2001 "Gewalt gegen Kinder"
2000 "Entwicklung braucht Entschuldung"
1999 "Unteilbare Eine Welt"
1998 Entwicklungspolitischer Tag zu Bangladesch

Seite zurückSeitenanfangDruckansicht

Kontakt

Stadt Ravensburg
Bürgerschaftliches Engagement
Gabi Beicht
Marienplatz 26
88212 Ravensburg
Telefon 0751 82-234
Telefax 0751 82-60234


Sprecher

Angelika Vogler-Rieger
Telefon 0751 31618


Anton Brehm
Telefon 0751 26012


Broschüre "Aktiv für EINE WELT"

Die Broschüre "Aktiv für die EINE WELT - Entwicklungspolitische Gruppen stellen sich vor" wurde im April 2011 neu aufgelegt.
Aktiv für die EINE WELT

Preise

Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg 2010

Urkunde Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg 2010 (vergrößert)

Für ihr überzeugendes und nachhaltiges Engagement hat die Agendagruppe "Eine Welt" mit dem Jahresprogramm 2009 "Mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der Armen" den 1. Preis beim Eine Welt Preis Baden-Württemberg 2010 (Kategorie Kommunale Entwicklungszusammenarbeit und Lokale Agenda 21) erhalten.

Mehr Informationen unter:
Aktuelles
www.sez.de
SEZ-Letter 3/2010

Anerkennungspreis
Der Agenda-Arbeitskreis "Eine Welt" wurde von Umweltministerin Tanja Gönner mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet.
Mehr dazu hier.

Auszeichnung
Ravensburg hat für seine Aktionen zum bürgerschaftlichen Engagement im November 2009 eine Auszeichnung der "Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit" erhalten. Mehr dazu:
SZ vom 24.11.2009