Die Gemeinde Eschach entstand 1826 durch die Zusammenlegung des ehemaligen Weißenauer Klosteramtes Oberhofen (mit Weißenau), des ehemaligen Landvogteiamtes Eschach und einiger zusätzlicher Parzellen.
1853 wurde ein Gesetz erlassen, das der Gemeinde Eschach erlaubte, mit den Teilorten Weißenau, Weingartshof, Mariatal und Rahlen die Teilgemeinde Weißenau zu bilden und mit den übrigen Teilen der Gemeinde die Teilgemeinde Eschach. Die Teilung wurde 1857 von der Kreisregierung genehmigt. 1932 wurde die Teilung wieder aufgehoben und die Einheitsgemeinde Eschach gebildet.
1974 erfolgte die Eingliederung der Gemeinde nach Ravensburg. Seither ist Eschach mit 42 Wohnplätzen und ca. 9.000 Einwohnern die größte Ortschaft der Großen Kreisstadt Ravensburg und eine der größten Ortschaften im Land Baden-Württemberg. Der Ortsname, erstmals 1090 eindeutig nachweisbar, leitet sich von der Äsche, einem einheimischen Fisch, ab.
Kirchengeschichtlich gliedert sich Eschach in die drei historischen Pfarrbezirke Weißenau, Obereschach und Gornhofen sowie in die Evangelische Kirchengemeinde Eschach mit den Kirchen in Oberhofen und Weißenau.
Die größten Ortsteile sind heute Weißenau, Obereschach, Torkenweiler, Sickenried, Oberhofen und Weingartshof, die bis auf das erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene Sickenried historisch alle aufs engste mit der Geschichte des ehemaligen Prämonstratenserklosters Weißenau zusammenhängen. Nach der Aufhebung des Klosters 1803 und der Beseitigung der Landvogtei Schwaben 1806 kam das gesamte Eschacher Gebiet unter württembergische Landeshoheit. In der Folgezeit wurden die Geschicke der Gemeinde Eschach sehr stark durch die Gründung einer Bleicherei und Appreturanstalt in Weißenau 1839 sowie durch die Einrichtung einer psychiatrischen Heilanstalt 1889/92, ebenfalls in Weißenau, bestimmt.