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Bürgerengagement in der Südstadt - "Große Wiese" wird umgestaltet

Im Herbst beginnt die Sanierung – die Freizeitanlage/Spielplatz "Große Wiese" in der Südstadt wird aufgewertet

Der größte und wichtigste Spielplatz in der Südstadt - der Spiel- und Bolzplatz "Große Wiese" - ist in die Jahre gekommen. Bürgerengagement und der Einsatz der Stadt haben viel bewirkt: Noch in diesem Herbst soll mit der umfangreichen Sanierung begonnen werden.

Seit 1993 ist einige Zeit vergangen – damals wurde der Spiel- und Bolzplatz zwischen Weißenauer und Mozartstraße zuletzt neu ausgestattet. Die Ausstattung der etwa 1,2 Hektar großen Grünanlage richtet ist mittlerweile in die Jahre gekommen und entspricht kaum noch den Ansprüchen der heutigen Zeit.



Nun soll die "Große Wiese" - eine der größten, altstadtnahen Grünflächen und damit für die Südstadt von zentraler Bedeutung - wieder ein Treffpunkt für alle Bevölkerungsschichten des Stadtteils werden. Der Sachbeschluss hierfür wurde am 28. Februar vom Gemeinderat gefasst. Bereits 2009 begann der Planungsprozess: In Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekt Rolf Deni entwickelte die Stadt erste Vorschläge für ein Gesamtkonzept. "Diese wurden intensiv mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Agendagruppe "Südstadt" diskutiert, die sich seit 2004 intensiv um die Große Wiese bemüht", schreibt die Stadt in ihrer Pressemitteilung. Dazu kamen Gespräche mit Vertretern der Kindergärten St. Markus und St. Franziskus, zuletzt wurden im Rahmen eines Jugendhearing unter Leitung des Jugendreferenten Thomas Ritsche noch viele gute Ideen bei den Jugendlichen aus dem Quartier gesammelt. Ziel der intensiven Bürgerbeteiligung ist, das Potenzial der "Großen Wiese" besser zu nutzen und damit die Akzeptanz im Stadtteil wieder zurückgewinnen.

Was ist nun genau geplant? Zunächst soll der Bolzplatz in den östlichen Bereich an die Weißenauer Straße verlegt werden. Die Parkanlage wird damit nicht nur optisch durchgängiger, sondern es lässt sich eine zentral, abseits vom Verkehrslärm gelegene Rasenfläche für verschiedenste Nutzungsmöglichkeiten schaffen. Ein zentrales Anliegen der Agendagruppe Südstadt und der Jugendlichen ist ein Kleinspielfeld mit Kunststoffbelag für Fußball und Basketball, das daher bereits für den ersten Bauabschnitt 2011 vorgesehen ist. Um das Sportangebot, das hauptsächlich Teenager anspricht, zu konzentrieren, wird das Tischtennis ebenfalls in den östlichen Bereich auf die Rückseite des Ballfangzaunes verlegt. Außerdem sind Möglichkeiten zum Slacklinen geplant.

Der Kinderspielplatz soll eine Vogelnestschaukel, eine Drehschale sowie Kletter- und Balanciermöglichkeiten erhalten. Der Kindergarten hat in diesem Bereich einen Sitzplatz angeregt. Ältere Menschen wünschen je nach persönlicher Konstitution Spazierwege in unterschiedlicher Länge. Daher wird das Wegenetz um zusätzliche wassergebundene Wege mit Sitzmöglichkeiten ergänzt. Zur Verbesserung der Sicherheit ist eine Ergänzung der nächtlichen Beleuchtung vorgesehen.

Nachdem alle Planungen und Vorarbeiten abgeschlossen sind soll zu Beginn des zweiten Halbjahres 2011 mit dem ersten Bauabschnitt gestartet werden. In diesem soll zunächst das Kunststoff-Kleinspielfeld, die Hängematten, der Unterstand sowie die Slackline-Einrichtung realisiert werden. Im nächsten Jahr soll dann der Spielplatz mit Geländemodellierung, Bepflanzung und natürlich den Spielgeräten folgen. 2013 werden dann noch Schlittenhügel, Wege und Beleuchtung ergänzt.

04.03.2011
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